Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern aus 6 Ländern bündelt ihre Ressourcen und Expertise, um eine neue systembiologische Plattform für die prädiktive Modellierung von Krebs-assoziierten Signalprozessen zu entwickeln. Das von der EU im Rahmen des Horizon 2020 Programms unterstützte Projekt wird von der Alacris Theranostics GmbH, Berlin, koordiniert und mit einem Budget von fast 11 Millionen Euro für die nächsten 5 Jahre gefördert.

Das europäische Forschungskonsortium CanPathPro vereint klassische Krebsforschung mit der Analyse von „Omics“-Daten und systembiologischen Werkzeugen zur Entwicklung und Validierung einer neuen biotechnologischen Plattform, die sowohl experimentelle als auch systembiologische Ansätze in sich vereint und eine Hypothesen-getriebene Erforschung und Validierung krebsrelevanter Signalprozesse erlaubt.

Bisher waren bioinformatische Ansätze bei der Analyse großer Datenmengen in der Krebsforschung meist auf die Mustererkennung oder im besten Fall auf die Modellierung einzelner Signalwege beschränkt. Solche Ansätze können jedoch oft nicht die Komplexität lebender Organismen abbilden, die sich aus dem molekularen Zusammenspiel verschiedenster Signalwege ergibt. Dabei sind in der Krebstherapie die Komplexität und Kommunikation zwischen den Signalwegen von immenser Bedeutung, weil sie die wichtigsten Faktoren für den Krankheitsverlauf und die Arzneimittelreaktion darstellen.

Um die gesteckten Ziele der Etablierung einer Plattform für die Hypothesen-getriebene Forschung, Entwicklung und Validierung krebsrelevanter Prozesse zu erreichen, wird CanPathPro Werkzeuge der Systembiologie, Hochdurchsatzanalyse und experimentellen Forschung entwickeln, verfeinern und zusammenführen. Zentrale Komponenten sind dabei komplexe Mausmodelle und 3D-Zellsysteme, Next-Generation Sequenzierung, quantitative Proteomanalyse und ein systembiologisches Computermodell für die Datenintegration, Visualisierung und prädiktive Modellierung.

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