Digital Twins for Better Health

Die Zukunft des Gesundheitswesens

Gesundheitssysteme stehen vor schwierigen Herausforderungen. Die Bevölkerung altert, chronische Krankheiten nehmen zu und die staatliche Finanzierung nimmt immer weiter ab. Allein in Europa werden jeden Tag mehr als 4 Milliarden Euro für das öffentliche Gesundheitswesen ausgegeben, ein großer Teil davon für Medikamente, die letztlich nur einem sehr kleinen Teil der Patienten, die sie erhalten, helfen. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt nehmen Medikamente, die einfach nicht wirksam sind, mit möglicherweise fatalen Folgen. Jedes Jahr sterben in Europa fast 200.000 Menschen an unerwünschten Arzneimittelnebenwirkungen, eine Situation, die medizinisch, sozial und wirtschaftlich absolut kontraproduktiv ist. Über die individuellen Leiden hinaus ist zudem die wirtschaftliche Nachhaltigkeit unserer Gesundheitssysteme bedroht. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen steigen in der Regel jährlich um etwa 2% schneller als das Bruttosozialprodukt. Die Situation, die heutzutage bereits gravierend ist, wird sich zunehmend verschlechtern. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung in vielen europäischen Ländern schrumpft. Unsere Gesundheitssysteme müssen daher nicht nur unserer zunehmenden Langlebigkeit und der damit verbundenen Belastung durch chronische und degenerative Erkrankungen gerecht werden, sondern auch Wege aufzeigen, wie die Bürger länger gesund, aktiv und produktiv bleiben. Aus unserer Sicht können diese Herausforderungen letztlich nur durch eine echte Personalisierung des Gesundheitswesens gelöst werden. Diese sollte auf viel besseren Vorhersagen der wahrscheinlichen Auswirkungen und Nebenwirkungen von Therapien beruhen und individuelle Präventionsstrategien unter Verwendung von „virtuellen Patienten“ (Computer)-Modellen entwickeln. Wir sehen die Zukunft des Gesundheitswesens als eine, in dem Deep-Omics und sensorbasierte, reale personalisierte Medizin Teil der routinemäßigen Gesundheitsversorgung und Prävention sein werden. Behandlungs- und Präventionsstrategien werden zunächst am Computer optimiert, wobei ein „virtueller Zwilling“ verwendet wird, welcher (fast) kostenlos behandelt werden kann und keine negativen Auswirkungen von Therapien erleiden muss.

Um diese Entwicklungen voranzutreiben und auf unserer langjährigen Erfahrung in diesem Bereich aufbauend, ist Alacris Theranostics Teil des neuen multidisziplinären EU-Flaggschiff-Projektes „DigiTwins“, welches mit einer Summe von 1 Milliarde Euro über 10 Jahre hinweg gefördert werden soll. Ziel soll es sein, auf der Grundlage der „virtuellen Patienten“-Strategie eine funktionierende personalisierte Gesundheitsversorgung und -Prävention zu entwickeln. „DigiTwins“ präsentiert eine Vision für ein wirklich individualisiertes Gesundheits- und Krankheitspräventionssystem, basierend auf einer detaillierten Charakterisierung des Patienten/Individuums (z.B. klinische, molekulare, bildgebende und sensorbasierte Analyse) und deren Befindlichkeits-, Gesundheits- und Krankheitsverlauf. Eine Vision, die einen Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen auslösen wird, indem die fortschrittlichsten Omics-, Sensor-, Computer- und Kommunikationstechnologien genutzt werden, um eine wirklich personalisierte und präventive Medizin zu ermöglichen.

Für weitere Informationen siehe hier: www.digitwins.org